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Montaigne: Humanismus im Bürgerkrieg - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar/Übung Veranstaltungsnummer 191GES330002
Semester SoSe 2019 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 100
Belegung Diese Veranstaltung ist nicht belegpflichtig!
Sprache deutsch
Hyperlink http://www.germanistik-vv.uni-wuppertal.de
Termine Gruppe: iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
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Do. 14:00 bis 16:00 woch 11.04.2019 bis 11.07.2019  Gebäude O - O.10.39     100
Gruppe :
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Stein, Elisabeth Maria, Univ.- Prof. Dr. verantwortlich
Walther, Gerrit, Univ.- Prof. Dr. verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Geschichte
Germanistik
Inhalt
Kurzkommentar

 

Geschichte der Frühen Neuzeit

Germanistik

Kommentar

Ohne dass Michel de Montaigne (1533-1592) es je beabsichtigt hätte, wurde er zu einem Begründer der modernen europäischen Literatur. Obwohl in seinen Essais (1580/1595) kein Gedanke vorkommt, der nicht irgendeiner antiken Autorität entlehnt wäre, schuf er mit diesen scheinbar form- und kunstlosen, tatsächlich aber raffiniert kalkulierten Plaudereien etwas revolutionär Neues: eine Literaturgattung, die dem epochentypischen Lebensgefühl subjektiver Vereinzelung adäquaten Ausdruck verlieh. Montaigne benutzt diese Form, um als „Soldat und Gascogner” furchtlos über das eigene Ich zu erzählen, über dessen Neigungen und Stimmungen, Gewohnheiten und Obsessionen, Alltäglichkeiten und Abgründe, über Liebe und, immer wieder, den Tod. In seiner radikalen Konzentration auf das Selbst unterläuft, entlarvt und ‚dekonstruiert’ er, der katholische Freund Heinrichs von Navarra, jene religiösen Dogmen und politischen Fanatismen, die Frankreich in einen dreißigjährigen, mörderischen Bürgerkrieg gestürzt hatten.

Literatur

Im Seminar lesen wir Montaignes Essais als Entdeckungsgeschichte literarischer Subjektivität, aber auch als Manifestationen humanistischer Zeit- und Bildungskritik, als Zeugnisse der Bemühungen zeitgenössischer Intellektueller, im Chaos des Religionskrieges einen Stand jenseits der Ideologien zu gewinnen. Besser als die deutsche Gesamtausgabe der Essais, die teuer und sprachlich fragwürdig ist, scheinen uns die Ausgaben:

M. DE MONTAIGNE, Essais. Hg. und mit einem Nachwort versehen von Ralph-Rainer Wuthenow, Frankfurt/ Leipzig 2001.

M. DE MONTAIGNE, Die Essais. Ausgewählt, übertragen und eingeleitet von Arthur Franz (Reclam Universal-Bibliothek, Bd. 8308), Stuttgart 2000.

Zielgruppe

Die Modulzuordnungen für diese Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis der Germanistik (GVV): http://www.germanistik-vv.uni-wuppertal.de

Geschichte: LA Gym/GHR; BA; MEd; MA Hist; ZMA G; BA-AKWI-F; Seniorenstudium, Gasthörer

Module: P3, P7, W1-3, 5-17; VW4-5, MGE 2,5,6, MEd I-II, ZMA G 1+3, P3b

Module Latein: BA LAT 7c, Optionalbereich LAT 106b, MA LaP 6a, KPG 3b

 

 


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2019 , Aktuelles Semester: WiSe 2019/20

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